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Wirkung > Nebenwirkungen

Neupogen ist wirklich ein Teufelszeug! Letzte Woche kümmerten gerade einmal 800 Leukozyten in meinem Blut herum – heute ist es schon eine vielfache Menge davon! Jetzt muss es nur noch so bleiben. Am Samstag bekomme ich noch einmal Blut abgenommen. Ist der Stand der Dinge dann unverändert positiv, freue mich mich nur noch auf die nächste Woche. Dann wird nur ans Biken, Campen, Essen und Shoppen und nicht eine Sekunde an Therapie gedacht!

4 comments 14. Mai 2009

Statt blauer Pillen

Neupogen ist zwar eine Art Aphrodisiakum, mehr noch: ein Potenzmittel für meine Leukozyten – ich hoffe, sie vermehren sich damit wie die Karnickel! -, gut für den Körper aber scheint es nicht zu sein. Der tobt, schmerzt, ächzt, klappert wie der einer Neunzigjährigen. So, genau so fühle ich mich. Alt.

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6 comments 11. Mai 2009

Zyklus 2 – Tag 7

Der zweite Zyklus ist überstanden! Die Haare sind noch alle dran, das freut mich sehr. Die juckenden Pusteln auf der Kopfhaut sind nervig, aber die sieht kein Mensch. Und sonst? Ach, was soll ich jammern? Bringt doch nichts. Und so dramatisch war und ist es auch wieder nicht, zumindest nicht so sehr, wie es mir prophezeit wurde. Also Schwamm drüber, abhaken, auf den nächsten Zyklus in vier Wochen „freuen“. Ach ja: die Blutwerte. Die bieten keinen Grund zur Freude, dafür zum Stirn runzeln, denn die Leukos sind auf knapp 800 gefallen. Heute Abend gibt’s die erste Neupogen-Spritze, die meine Stammzellen ankurbeln sollen. Und am Wochenende geht’s mit Mundschutz zum Seminar. Hilft ja nichts…

2 comments 7. Mai 2009

Zyklus 2 – Tag 6

Gestern habe ich bekanntlich auf dem (!) Bett verbracht. Den Tag vergessen wir also einfach mal. Heute… Naja, heute war es besser. Gut wäre anders, also nennen wir es vielleicht optimistisch halbgut. Ach, immer diese hilflosen Definitionsversuche! Eigentlich hätte ich zur Blutuntersuchung sollen, aber ich war einfach zu faul. Statt dessen habe ich mich daran versucht, das erste Mal seit meinem Bänderriss (Ja, da war was!) mit Snoopy Gassi zu gehen. Der Fuß fand es nicht so heftig wie ich. Meine Güte, bin ich schlapp! – Und am Sonntag bin ich noch 88 km geradelt…

7 comments 6. Mai 2009

Maßstabsgetreu?

Ich habe den heutigen Tag im Bett verbracht – eigentlich auf dem Bett, weil für im Bett muss es mir schon noch elender sein. Also ging es mir zwar nicht gut, aber auch nicht wirklich schlecht. Mittelschlecht also. (Gibt es eigentlich einen genormten Maßstab für das Befinden von Krebs- bzw. Chemopatienten? Bestimmt!) Gegessen habe ich brav, getrunken auch. Trotz der bereits beschriebenen und nicht signifikant geringer gewordenen Beschwerden: Essen geht immer.

6 comments 5. Mai 2009

Zyklus 2 – Tag 5

Hinzuzuaddieren zu meiner gestrigen Nebenwirkungsauflistung wären seit heute Nacht noch Bauchkrämpfe und Übelkeit. Ich bleibe erst mal im Bett, habe mir ein Lager aus Bettzeug unter einer Überdecke und mit einigen Kuschelkissen gerichtet (und war danach total erschöpft), war in der Dusche (und habe mich prompt von meinem Kreislauf verabschiedet, der die Zusammenarbeit verweigert hatte) und wollte noch rasch E-Mails lesen. Leider will auch der angeblich überlastete Mailserver mich heute nicht. Na dann…

4 comments 5. Mai 2009

Im Gefolge…

Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Muskelschmerzen, bleierne Müdigkeit, sandpapiertrockene Schleimhäute, brennende Augen, Atemprobleme, Jucken (erkennbar überall dort, wo viele Haare sind) und ein schwer zu beschreibendes Gefühl von etwas Unangenehmem im ganzen Körper – das alles geht diesmal einher mit der hoffentlich durchgreifenden Wirkung der zweiten Ladung Cisplatin. Übelkeit? Fehlanzeige. Im Moment habe ich Hunger und sogar richtig Appetit auf den Spargel, der im Kühlschrank auf Ulis Kochkünste wartet!

14 comments 4. Mai 2009

Zyklus 2 – Tag 2

Gestern, am Tag 2 der Chemo, merkte ich weniger Nebenwirkungen. Kein Fieber mehr, aber offenbar eine leichte Erkältung. Die Kopfhaut ist wieder mit Juckendem übersäht und ich hole mir täglich mindestens einen blauen Fleck. Wo? Wobei? Keine Ahnung.

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1 comment 2. Mai 2009

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