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Fragen verboten!?
Um von der eine oder andere Erfahrung anderer RadsportlerInnen zu profitieren oder auch nur Betroffene kennenzulernen, die sich wie ich mit einem Herzproblem (Pulmonalklappeninsuffizienz als Folge von NeT) herumschlagen müssen, schrieb ich einen Beitrag in einem MTB-Forum, in dem ich seit Jahren aktiv und auch nicht unbekannt bin. Ein Fehler, wie mir rasch klar wurde.
13 comments 14. Mai 2009
Statt blauer Pillen
Neupogen ist zwar eine Art Aphrodisiakum, mehr noch: ein Potenzmittel für meine Leukozyten – ich hoffe, sie vermehren sich damit wie die Karnickel! -, gut für den Körper aber scheint es nicht zu sein. Der tobt, schmerzt, ächzt, klappert wie der einer Neunzigjährigen. So, genau so fühle ich mich. Alt.
6 comments 11. Mai 2009
Zyklus 2 – Tag 6
Gestern habe ich bekanntlich auf dem (!) Bett verbracht. Den Tag vergessen wir also einfach mal. Heute… Naja, heute war es besser. Gut wäre anders, also nennen wir es vielleicht optimistisch halbgut. Ach, immer diese hilflosen Definitionsversuche! Eigentlich hätte ich zur Blutuntersuchung sollen, aber ich war einfach zu faul. Statt dessen habe ich mich daran versucht, das erste Mal seit meinem Bänderriss (Ja, da war was!) mit Snoopy Gassi zu gehen. Der Fuß fand es nicht so heftig wie ich. Meine Güte, bin ich schlapp! – Und am Sonntag bin ich noch 88 km geradelt…
7 comments 6. Mai 2009
Zahlenspiele
Weil wir Sportler (auch ich nur noch Möchtegern-Sportlerin) morgens als erstes den Ruhepuls messen, haben wir schon kurz nach dem Augenaufschlagen eine gute Vorstellung davon, wie es uns geht. Heißt also, wir schlafen praktisch noch, suchen aber schon nach Anzeichen für physische Probleme wie Infektionen oder auch Übertraining (letzteres ist bei mir definitiv ausgeschlossen, wie der Blick in meine Trainingsdokumentation zeigt). Aussagekräftig wird das Pulsmessen allerdings erst, wenn man es täglich und über einen längeren Zeitraum tut. Ich hatte als aktive aber mit Ende 30 bereits deutlich alternde MTB-Racerin zuletzt, also 2005, einen durchaus adäquaten Ruhepuls von 54-56. Inzwischen schwankt er zwischen 63-63, manchmal sinkt er sogar auf 62. Heute waren es 105. Ich bin gespannt auf meine Blutwerte, die heute ermittelt werden…
Add comment 6. Mai 2009
Maßstabsgetreu?
Ich habe den heutigen Tag im Bett verbracht – eigentlich auf dem Bett, weil für im Bett muss es mir schon noch elender sein. Also ging es mir zwar nicht gut, aber auch nicht wirklich schlecht. Mittelschlecht also. (Gibt es eigentlich einen genormten Maßstab für das Befinden von Krebs- bzw. Chemopatienten? Bestimmt!) Gegessen habe ich brav, getrunken auch. Trotz der bereits beschriebenen und nicht signifikant geringer gewordenen Beschwerden: Essen geht immer.
6 comments 5. Mai 2009
Zyklus 2 – Tag 5
Hinzuzuaddieren zu meiner gestrigen Nebenwirkungsauflistung wären seit heute Nacht noch Bauchkrämpfe und Übelkeit. Ich bleibe erst mal im Bett, habe mir ein Lager aus Bettzeug unter einer Überdecke und mit einigen Kuschelkissen gerichtet (und war danach total erschöpft), war in der Dusche (und habe mich prompt von meinem Kreislauf verabschiedet, der die Zusammenarbeit verweigert hatte) und wollte noch rasch E-Mails lesen. Leider will auch der angeblich überlastete Mailserver mich heute nicht. Na dann…
4 comments 5. Mai 2009
Im Gefolge…
Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Muskelschmerzen, bleierne Müdigkeit, sandpapiertrockene Schleimhäute, brennende Augen, Atemprobleme, Jucken (erkennbar überall dort, wo viele Haare sind) und ein schwer zu beschreibendes Gefühl von etwas Unangenehmem im ganzen Körper – das alles geht diesmal einher mit der hoffentlich durchgreifenden Wirkung der zweiten Ladung Cisplatin. Übelkeit? Fehlanzeige. Im Moment habe ich Hunger und sogar richtig Appetit auf den Spargel, der im Kühlschrank auf Ulis Kochkünste wartet!
14 comments 4. Mai 2009
Zyklus 2 – Tag 4
Bis jetzt blieb es bei Nebenwirkungen, die zu vernachlässigen waren: Die Kopfhaut juckt zwar wie verrückt, aber sonst merke ich eigentlich nichts. Zwar fehlt mir die Kraft früherer Zeiten, aber das bin sogar ich bereit, zu akzeptieren – vor allem, weil meine allgemeine Fitness nicht wirklich schlecht ist. Heute aber gibt’s die Dröhnung: Cisplatin, über eine Stunde lang infundiert.
4 comments 4. Mai 2009

