Die 12 Stunden
1. September 2008
Am 16. September 2008 wurde eine Idee, die bis dahin noch ein Wunsch war, plötzlich zum konkreten Plan. Mehr noch, der erste Schritt auf Ginas Weg wurde getan. Ein Weg, der in den Augen vieler (Sportler und Mediziner) ungewöhnlich und vielleicht sogar verrückt ist. Aber ein Weg, der denen, die ihn (mit)gehen, vieles geben kann und lehren wird – und natürlich Spaß machen soll.
Eine der Protagonistinnen werde ich sein: Einst „Multisportlerin“, die fast jede Sportart zumindest ausprobieren wollte, landete ich vor fast genau 20 Jahren beim Mountainbike – und blieb. Ich fuhr Rennen und Touren, einige Jahre leistungsorientiert, andere aus Zeit- oder Verletzungsgründen nur sporadisch. Seit 2008 bin ich an einem seltenen und unheilbaren Krebs erkrankt. Mit äußerst überschaubarer Lebenserwartung, aber mit unverminderter Lebenslust.
Die zweite im Bunde ist Katrin Block. Die bereits in dessen Gründungsjahr äußerst erfolgreiche Betreuerin des MTBvD A-Teams und selbst mit beeindruckenden Ergebnissen aufwartende MTB-Racerin wurde an einem sonnigen Tag im vergangenen Herbst nicht nur meine Trainerin, sie wurde zur Partnerin. Unser gemeinsames Ziel:
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Die 12 Stunden von Todtnauberg.
Das bedeutet nicht weniger, als von 8 bis 20 Uhr mit dem Mountainbike durch den Südschwarzwald zu fahren. Runde um Runde, bergauf, bergab auf einer festgelegten Rundstrecke. Natürlich abwechselnd, obwohl Katrin derartige Distanzen auch alleine „packt“, wie sie oft genug bewiesen hat. Sie wird mich nicht brauchen. Aber ich sie.
Für mich ist nicht nur dieses Ziel eine gigantische Herausforderung. Objektiv stellt schon die Vorbereitung, also das Training, eine Belastung dar, die je nach Tagesform gerade so machbar oder schlicht unmöglich ist. Ob ich es schaffe, wissen wir nicht. Aber ich finde, gerade das ist der Reiz an der Sache…
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